erhellende Texte 
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 aus der Zollverein-Lampenstube

Wo eigentlich liegt...

... Hausen vor der Höhe?

Nach der Frage in der Überschrift kommt's eigentlich ein bisschen spät, aber dennoch: Wie lautet der häufigste Ortsname in Deutschland? Ich hätte bis vor kurzem auf Neustadt getippt, jedoch weiß ich jetzt: Es gibt nur 49 Gemeinden und Ortsteile dieses Namens. Hingegen findet man 88 Orte und Stadtteile, deren Name sich von „Haus“ ableitet. „Hausen“ eben, was für die Menschen früher keineswegs diesen negativen Beiklang hatte. 
Da es den Ortsnamen also derart oft gibt, braucht man jeweils einen Zusatz, was zu so netten Begriffen führt wie „Hausen im Killertal“, „Hausen hinter der Sonne“, „Hausen am Tann“ oder eben „Hausen vor der Höhe“. Letzteres ist ein früherer Luftkurort im Rheingau-Taunus-Kreis. Die 700-Einwohner-Gemeinde liegt inmitten von Wäldern und Feldern zwischen Eltville und Kiedrich im Rheintal und Bad Schwalbach im Taunus. Kurz gesagt: Es wohnt sich dort recht nett. Mehr aber auch nicht: Von der ursprünglich wichtigen Landwirtschaft blieben kaum mehr als Reste, auch traditionelle Handwerksbetriebe sind nur noch in geringer Zahl erhalten. Die meisten Bürger pendeln zur Arbeit in die Städte der Rhein-Main-Region, so dass sich wie von selbst die lahme Pointe aufdrängt: Sie hausen nur in Hausen.


 
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